Zum Hauptinhalt springen
Ratgeber · Für Unternehmen

Stellenanzeige schreiben: Aufbau, Formulierungen und typische Fehler

Eine Stellenanzeige ist oft der erste Kontakt zwischen Ihnen und künftigen Kolleginnen und Kollegen. Mit dem richtigen Aufbau und klaren Worten erreicht sie die Menschen, die wirklich passen.

Der bewährte Aufbau einer Stellenanzeige

  1. 01Eindeutiger Stellentitel, so wie Bewerber ihn suchen würden
  2. 02Zwei, drei Sätze zum Unternehmen und zum Team
  3. 03Konkrete Aufgaben statt allgemeiner Floskeln
  4. 04Anforderungen, getrennt nach Muss und Kann
  5. 05Was Sie bieten: Gehaltsrahmen, Arbeitszeit, Arbeitsort, Entwicklung
  6. 06Ein einfacher Weg zur Bewerbung und eine Ansprechperson

Der Stellentitel entscheidet über die Reichweite

Bewerber suchen nach Begriffen, die sie selbst verwenden. Kreative Titel wie „Customer Happiness Hero“ werden kaum gefunden. Nutzen Sie die gängige Berufsbezeichnung und ergänzen Sie bei Bedarf den Schwerpunkt, zum Beispiel „Elektroniker (m/w/d) Gebäudetechnik“.

Aufgaben konkret beschreiben

„Sie unterstützen das Team in allen anfallenden Aufgaben“ sagt nichts aus. Beschreiben Sie stattdessen, was an einem typischen Arbeitstag passiert, welche Projekte anstehen und wofür die Person verantwortlich ist. Je konkreter die Aufgaben, desto besser können sich passende Menschen einschätzen.

Anforderungen realistisch halten

Zu lange Anforderungslisten führen dazu, dass sich gute Leute gar nicht erst bewerben. Nennen Sie nur, was wirklich zwingend ist, und kennzeichnen Sie Wünschenswertes als solches.

Gehalt angeben

Anzeigen mit Gehaltsrahmen wirken vertrauenswürdiger und sparen beiden Seiten Zeit. Ein Rahmen mit Unter- und Obergrenze lässt Spielraum für Erfahrung und Verhandlung.

Die häufigsten Fehler

  • —Floskeln wie „dynamisches Team“ oder „flache Hierarchien“ ohne Beleg
  • —Fehlende Angaben zu Arbeitsort, Arbeitszeit oder Remote-Möglichkeit
  • —Kein Gehaltsrahmen
  • —Umständlicher Bewerbungsweg mit Pflicht-Anschreiben
  • —Keine Ansprechperson für Rückfragen

Und wenn Sie gar keine Anzeige mehr schreiben?

Eine Anzeige wartet darauf, gefunden zu werden. Beim Matching dreht sich das um: Sie beschreiben die Rolle einmal in eigenen Worten, und passende Profile werden Ihnen direkt vorgeschlagen, begründet und nach Passung sortiert. Das ergänzt klassische Anzeigen und erreicht auch Menschen, die gerade nicht aktiv suchen.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

01

Wie lang sollte eine Stellenanzeige sein?

So kurz wie möglich, so lang wie nötig. Entscheidend ist, dass Aufgaben, Anforderungen, Gehaltsrahmen, Arbeitsort und Bewerbungsweg klar erkennbar sind.

02

Muss in eine Stellenanzeige (m/w/d)?

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verlangt, dass Stellen diskriminierungsfrei ausgeschrieben werden. Der Zusatz (m/w/d) ist ein verbreiteter Weg, das sichtbar zu machen.